Gretel & Hänsel (FSK 16)

In einer von Armut und Hunger geprägten Zeit leben Gretel und ihr jüngerer Bruder Hänsel mit ihrer Mutter in schwierigen Verhältnissen. Als die Situation zu Hause immer unerträglicher wird, müssen die Geschwister aufbrechen, um eine Unterkunft und etwas zu essen zu finden. Auf ihrer Reise durch einen düsteren, scheinbar endlosen Wald begegnen sie unheimlichen Gestalten und geraten zunehmend in eine Welt, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.
Eines Tages entdecken Gretel und Hänsel ein abgelegenes Haus, in dem sie von einer geheimnisvollen Frau freundlich aufgenommen werden. Das Haus ist voller köstlicher Speisen, und zunächst scheint es der perfekte Zufluchtsort für die hungernden Kinder zu sein. Doch Gretel spürt bald, dass mit ihrer Gastgeberin etwas nicht stimmt. Während Hänsel sich von der scheinbaren Geborgenheit angezogen fühlt, wird Gretel immer misstrauischer.
Nach und nach offenbart sich die dunkle Wahrheit hinter dem Haus und seiner Bewohnerin. Gretel muss erkennen, dass sie und ihr Bruder in großer Gefahr schweben. Gleichzeitig entdeckt sie an sich selbst ungewöhnliche Fähigkeiten, die mit der geheimnisvollen Frau und den dunklen Kräften des Waldes verbunden sind. Gretel steht vor einer schwierigen Entscheidung: Sie muss nicht nur ihren Bruder beschützen, sondern sich auch ihren eigenen Ängsten und ihrer unbekannten Seite stellen.
Der Film interpretiert das klassische Märchen auf eine deutlich düsterere und psychologischere Weise. Statt auf schnelle Schockmomente setzt er vor allem auf unheimliche Bilder, bedrohliche Stille, seltsame Begegnungen und eine beklemmende Atmosphäre. Der Wald wirkt wie ein lebendiger Albtraum, und das scheinbar märchenhafte Haus wird zunehmend zu einem Ort des Schreckens. Im Mittelpunkt stehen Gretels Entwicklung, ihre Selbstständigkeit und die Frage, wie man in einer bedrohlichen Welt seinen eigenen Weg findet.
